Beryl Bryden - Queen Of Blues And Washboard

1 Ace in the hole (Trad. - Dave Stewart)
2 Downhearted Blues (Hunter - Austin)
3 Way down yonder in New Orleans (Creamer - Layton)
4 Tishomingo Blues (Spencer Williams)
5 New Orleans (Hoagy Carmichael)
6 Runnin'Wild (A.H. Gibbs - Joe Grey - Leo Wood)
7 The preacher (Horace Silver)
8 Do you know what it means to miss New Orleans (Louis Alter - Eddie de Lange)
9 Trombone Cholly (G. Brooks)
10 Nobody knows you when you're down and out (Jimmie Cox)
11 Coney Island Washboard (Nestor - Shugart - Durand - Adams)
12 The boy from New Orleans (R. Roberts - Bill Katz - Bob Thiele)
13 Alabama Jubilee (George L. Cobb - Jack Yellen)
14 Muddy Water (Jo Trant - Peter de Rose - Harry Richmann)
15 The jazz me Blues (Tom Delaney - Dollimore)
16 At the Darktown Strutter's Ball (Shelton - Brooks)
17 Jenny's Ball (Trad. - Arr.: R. Graisier - B. Bryden)
18 Melancholy Blues (Marty Bloom - Walter Melrose)
19 Of all the wrongs you 've done to me (Le. Payton - Smith - Dowell)
20 Three little words (Be. Kalmer - Ruby)

Track 1 - 12 BERYL BRYDEN and THE PICCADILLY SIX
Track 13 - 20 BERYL BRYDEN and THE LOUISIANA DANDIES

„Ladies and Gentlemen, Miss Beryl Bryden!" - so titelte einmal eine Münchner Zeitung einen Bericht über einen Auftritt der kürzlich im Alter von 78 Jahren verstorbenen „Queen of the Washboard". Seit 1989 trat sie mehr als ein Dutzend Mal als Stargast der diesen Monat 40 Jahre alt gewordenen „Alexander's Jazzband" auf - ein „Vollprofi" und doch eine liebenswerte Dame ganz ohne Starallüren. Alexander Bosl, Kopf der „Jazzband", schrieb einen sehr persönlichen Nachruf auf BB.
Wir „Amateure" haben viel von ihr gelernt, nicht nur, daß die Komponisten der all-timestandards ihren Titeln wunderschöne Einleitungen und Verse vorangesetzt haben oder daß es außer den in unserer Szene gängigen Tonarten „F" und „B" noch ein paar andere gibt... Auch von ihrer Bühnendisziplin konnten wir uns etwas abschauen, da gab es nach
Nummer eins kein „Was spielen wir als nächstes?" vor versammeltem Publikum, sondern vor dem Auftritt wurden die Songs minutiös vorbereitet und durchgesprochen - zumindest war's so geplant!
Wir bestaunten auch, stets genauso wie unser Publikum, den Höhepunkt ihrer Auftritte - die „Washboard-Show", und die ging so: Zuerst nestelte Beryl in den Tiefen ihres „wahrhaft imposanten Dekolletés, förderte ein Beutelchen zutage, aus diesem dann wieder eine Anzahl silberner Fingerhüte, griff sich das Waschbrett (, und dann ging's im Höllentempo schrubbend und schabend los, wobei sie Breaks mit einem dampflokomotivenartigen „huhu" markierte. Da konnte sich der Applaus der Fans schon zu „standing ovations" steigern!
Beryl war auch eine begabte Zeichnerin, die viele „Giants of Jazz" allen voran ihre großen Idole Louis Armstrong und Bessie Smith, mit dem Kohlestift verewigte: ihre „birthday calendars" sind ebenso wie ihre zahlreichen Schallplatten begehrte Sammlerstücke geworden. Die letzte „Red Hot Mama" oder „Britains Queen of the Blues", wie sie auf der Insel genannt wurde, begann ihre Laufbahn 1945 mit „George Webb's Dixielanders", damals noch „non-professional". Ihren erlernten Beruf als Sekretärin gab sie auf, als ihre Stimme immer gefragter wurde, und im Laufe der Jahre folgten Auftritte mit allen Größen vor allem des europäischen traditionellen Jazz, wie Chris Barer, Monty Sunshine, Alex Welsh oder Fatty George, um nur einige zu erwähnen.

  


 
Best.Nr. CD 73430
SFR 19.90
Schweiz: inkl. 7.7% MwSt.

ab Bestellwert Sfr. 50.00 portofrei

zurück »